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Dogge Mausi
war einmal schwer krank, als sie ein knappes Jahr alt war...
Auf dem
Foto hat unsere arme Dogge sehr hohes Fieber und wir mußten
Mausi Wadenwickel machen, um es herunter zu treiben...
Es war eine sehr eigenartige
Geschichte. Und nur durch Zufall sind wir darauf gekommen, dass
die junge Dogge mit Borrelien infiziert ist. Mausi hatte sich an
der Pfote verletzt (auf dem Foto hat sie noch den blauen Verband
an). Das Doggenmädchen bekam einen Tag später Fieber mit
Schüttelfrost. Nun dachte ich gleich an eine Blutvergiftung
- hätte ja zur Verletzung gepaßt... Ich bin sofort nochmals
zum Tierarzt gefahren und auch die Tierärztin dachte, dass
sich die Wunde infiziert hätte. Also wurde Dogge Mausis Wunde
noch einmal gereinigt und desinfiziert und die Kleene hat zusätzlich
noch eine Spritze bekommen. Leider hatte dies überhaupt nichts
genutzt. Zum Fieber gesellten sich nun noch Futterverweigerung,
Durchfall der schlimmsten Art (ich hatte wirklich Panik, da unser
Doggenküken mitunter Darmschleimhaut mit ausgeschieden hat)
und Schmerzen am ganzen Körper. Dogge Mausi vermied es sich
zu bewegen, aber wenn sie sich dann doch mal in eine andere Liegeposition
bringen wollte, hat sie vor Schmerzen aufgeschrien. Es war so furchtbar,
sie tat mir so leid und ich wußte nicht, wie ich meinem Doggenkind
noch helfen sollte...
Laufen konnte Mausi
fast gar nicht. Wenn sie mal stand blieb sie ganz steif stehen,
laufen konnte die junge Dogge nur in Zeitlupe. Das konnte doch alles
nicht war sein! Was war mit meiner süßen Dogge los? Also
recherchierte ich etwas im Internet und telefonierte dann mit einer
Bekannten, deren Doggenhündin ebenfalls an Borreliose erkrankt
war. Waren wir auf der richtigen Spur? Also sind wir mit der neuen
Idee sofort wieder zu unserer Tierärztin gefahren. Und als
wäre es Gedankenübertragung gewesen, sprach Frau Reichner
noch vor mir die Vermutung einer Borreliose aus. Es wurde ein Bluttest
gemacht - und jawohl, es war diese heimtückische, von Zecken
übertragbare, Krankheit. Die Pfotenverletzung war nur zufällig
zur selben Zeit aufgetreten, bot aber den Borrelien (das sind bestimmte
Bakterien, die sich überall im Körper verstecken, wie
beispielsweise im Nervengewebe, in den Knochen etc.) einen Angriffspunkt.
Diese Bakterien nutzen jede Schwäche des Körpers aus,
um zum Vorschein zu kommen - in diesem Falle war es eben die Verletzung.
Was ich total ungerecht
fand war, dass unser Doggenmädchen bis dato nur 3 (!) Zecken
in ihrem Leben hatte, die ich immer sofort entfernt hatte. Manche
andere Hunde hängen ja teilweise richtig voll mit den Biestern
- und da passiert nichts... Aber dadurch kann man doch wirklich
mal sehen, dass es nicht auf die Menge der Zecken ankommt, die den
Hund beißen, sondern ob die eine Zecke ein Borrelienträger
ist. Seid damals bekommt Dogge Mausi immer (wenn die Temperaturen
etwas über 0°C klettern) Exspot (ein sogenanntes Spot-On
- Präparat) zwischen die Schulterblätter und auf den Rutenansatz.
Denn das ist das einzige Zeckenmittel, was wirklich funktioniert
wie ich es brauche: dadurch beißen Zecken erst gar nicht zu!
Dogge Mausi´s
weiterer Krankheitsverlauf war so, dass sie 3 Wochen lang ein bestimmtes
Antibiotikum (Doxycyclin) in erhöhter Dosis bekommen mußte.
Das paßte mir zwar nicht, dass ich einer sich noch im Wachstum
befindlichen Dogge eine Chemiekeule verpassen mußte, aber
es war unsere einzige Chance. Zum Glück hatten wir die ganz
frische Borrelieninfektion direkt bemerkt und so schlug die Therapie
gut an. Dem Doggenkind ging es von Tag zu Tag besser und wir atmeten
auf. Bei Borrelien ist es ja immer wichtig, dass man sie frühzeitig
erkennt und bekämpft, da diese Bakterien sich sonst in den
kleinsten Winkeln des Körpers "verschanzen" und man
sie nicht "zu fassen" bekommt. Sie lauern dort auf ihre
nächste Gelegenheit - eine kleine Schwäche des Körpers
und sie schlagen erneut zu. Ich hatte etwa ein halbes Jahr später
einen erneuten Bluttest angeordert, der glücklicher Weise negativ
war. Keine Borrelien mehr im Körper. Wir hatten es wirklich
geschafft. Inzwischen ist unser Dogge Mausi fast 8 Jahre alt und
einen Borrelienschub hatten wir seither nicht mehr zu verzeichnen.
Puh!
Allerdings könnte
es sein, dass dadurch das Immunsystem der Doggenhündin etwas
angekratzt wurde, da Mausi immer irgendwie mal wieder mit einem
verschleimten Hals oder einer leichten Mandelentzündung zu
tun hat. Alles in Allem hatten wir aber nochmal "Schwein gehabt".
Wir dachten wirklich wir würden die junge Dogge verlieren...
An dieser Stelle nochmals
ein herzliches Dankeschön an die tolle Tierärztin aus
Prenzlau, Frau Reichner, die unsere Lieblingstierärztin war
(nach unserem Umzug mußten wir uns ja einen neuen TA suchen).
Stand: April 2009
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