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Aufzucht von
Doggenwelpen:
Bei der Aufzucht eines
Doggenwelpen sollte man einige Dinge beachten, damit der Hund eine
gesunde, gutmütige erwachsene Dogge wird.
Erziehung von
Doggenwelpen:
Von Beginn an sollte
man eine ruhige, souveräne Erziehungsweise gegenüber dem
Doggenwelpen wählen. Damit ist aber keines Falls gemeint, dass
die junge Dogge antiautoritär erzogen werden soll. Im Gengenteil:
klare Regeln für den Doggenwelpen vom ersten Tage an, die allerdings
nicht mit körperlicher Gewalt jeglicher Art oder anschreien
durchgestzt werden. Sondern durch Konsequenz, wenn Sie etwas fordern
(was bitte nicht zu verwechseln ist mit Stränge und Härte!)
und positivem Bestärken bei richtigem Verhalten. Wenn Sie fair
und gleichmäßig mit dem Doggenwelpen umgehen, kann er
Sie als Rudelchef akzeptieren. Laut anschnauzen dürfen Sie
den Hund nicht - dann macht er sowieso "dicht". Also lassen
Sie es lieber gleich. Und Doggen merken sich alles - sie haben ein
Elefantengedächtnis. Das werden Sie hin und wieder schon erleben.
Überlegen Sie sich bitte im Vorfeld, ob Sie schon bereit sind
eine solche Aufgabe, wie das Erziehen eines Doggenwelpen, zu übernehmen.
Anderenfalls bilden Sie sich zunächst etwas fort. Der Doggenwelpe
wird es Ihnen danken.
Prägung
des Doggenwelpen:
Weiterhin wichtig für
die Bildung eines guten Doggencharakters ist, dass Doggenwelpen
täglich mit Artgenossen verschiedenen Alters und ganz verschiedenen
Rassen positiven Kontakt haben. Wir schreiben absichtlich "positiven
Kontakt", da eine Dogge im ersten Lebensjahr nach Möglichkeit
nicht eine einzige Negativerfahrung machen sollte (Elefantengedächtnis).
Daher müssen Sie die Hunde, mit denen Ihr Doggenwelpe spielen
darf, sorgsam auswählen. Dazu braucht man natürlich auch
wieder Erfahrung, was die Körpersprache des Hundes anbelangt.
Sie glauben ja gar nicht wie oft man hört "meiner ist
lieb und will nur spielen" - aber der Körper des Hundes
ausstrahlt "na komm mal her, Bürschlein, dann zeig ich
Dir was ´ne Harke ist"... - Sie müssen das erkennen
können, damit der Doggenwelpe nicht "untergebuttert"
wird. Auch ist es wichtig, dass Doggenwelpen mit kleinen Hunden
Kontakt haben, damit sie diese Zwerge später nicht als Beute
betrachten. Besten Falls auch mit Katzen und anderem Kleingetier,
wenn Sie das alles bewerkstelligen können. Auch mit anderen
Welpen sollten Doggenwelpen viel spielen - was eigentlich sogar
das Wichtigste ist, da nur im Spiel mit gleichalten Hunden die Beißhemmung
erlernt werden kann. Aber dabei muss man natürlich auch aufpassen,
dass nicht einer immer die anderen "mobbt". Dieser wird
dann mal für 1-2 Minuten vom Spiel ausgeschlossen (auch wenn
es Ihr Doggenwelpe ist!).
Sozialisierung
des Doggenwelpen:
Ab dem Tag, wo die kleine
Dogge bei Ihnen einzieht, sollten Sie dem Hündchen viele verschiedene
Sozialkontakte zu fremden Menschen gönnen (Erwachsene, Kinder,
Behinderte). Immer positiven Kontakt - versteht sich! Sie brauchen
auch nicht zu befürchten, dass Ihre Dogge dann "zu lieb"
zu fremden Personen ist. Es macht die Dogge sicher im Umgang mit
Menschen. Aber glauben Sie uns: wenn es hart auf hart käme,
würde die Dogge Sie verteigen, auch wenn Sie aus ihr einen
"Schmusebubi" gemacht haben... Es ist sogar wahrscheinlicher,
dass ein Hund den geliebten Menschen eher verteidigt, wenn er vor
Fremden keine Angst hat... Achten Sie insbesondere bei Kindern auf
einen vernünftigen Umgang mit dem Doggenwelpen. Kinder machen
manchmal Dinge, die sie selbst nicht einschätzen können.
Und: Fremde nehmen den jungen Hund nicht auf den Arm! Auch allgemeine
Umweltreize müssen Doggenwelpen kennenlernen (Autos, Bus, Bahn,
Fahrräder, Kinderwagen, Roller usw.), damit später die
erwachsene Dogge nicht zu schreckhaft ist.
Wachstum eines
Doggenwelpen und Bewegung:
Ebenfalls von äußerster
Wichtigkeit ist die körperliche Reifung Ihres Doggenwelpen.
Eine Dogge im Wachstum darf keinesfalls überfordert werden.
Das bedeutet u.a., dass man mit dem Doggenwelpen keine langen Spaziergänge
machen darf. Lieber mehrmals täglich für 15 Minuten. Wenn
die junge Dogge etwa ein halbes Jahr alt ist, kann man etwas erhöhen
auf etwa 20 Min. Und so fort. Lassen Sie sich nicht von der Größe
Ihres Doggenwelpen täuschen - halbjährig ist der Hund
schon enorm groß. Auf gar keinen Fall darf man Doggen im Wachstum
am Fahrrad laufen lassen. Damit kann man langsam ab dem ersten Lebensjahr
beginnen. Aber auch nur Schrittweise (5 Min., 10 Min. und so weiter).
Das hat folgenden Grund: Doggen wachsen, im Gegensatz zu etwas kleineren
Hunderassen, extrem schnell in die Höhe. Bänder, Sehnen
und Knochen sind noch nicht fertig ausgereift und stabil. Wenn Sie
nun einen Muskelaufbau (z.B. durch das am Fahrrad laufen des Hundes)
forcieren, werden die Muskeln die Knochen regelrecht auseinanderziehen.
Wir haben viele junge Doggen gesehen, die mit knapp einem Jahr eine
extreme Bemuskelung an den Vorder- und Hinterbeinen hatten. Dadurch
allerdings extrem verdrehte Läufe, die Hinterbeine weit auseinander
gezogen. Diese Doggen konnten dann gar nicht mehr richtig laufen.
Also lassen Sie das erste Doggenjahr ruhig angehen (Sie würden
Ihr 4 - jähriges Kind ja auch nicht beim Marathon anmelden,
oder?). Aber danach braucht der Junghund jede Menge Bewegung. Doggen
sind zwar einerseits gemütlich, aber sie haben auch als Erbe
das Windhunde-Blut in sich. Daher müssen sie die Möglichkeit
zum Rennen bekommen.
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