Doggenportrait...

                                          ... einmal anders

 


 

Das Wesen der Deutschen Doggen

 

 

Über den Charakter von Deutschen Doggen wird viel in Büchern geschrieben. Das allgemeine Bild geht tendenziell immer dahin, dass Doggen "sanfte Riesen" sind, die praktisch von Geburt an "nur lieb" sind. Das - vorneweg - ist Blödsinn. Denn auch Doggen werden zum Großteil durch ihr Umfeld, wo sie aufwachsen, im Wesen geprägt. Sicherlich ist es richtig, dass Doggen innerhalb der Familie (bei entsprechend guter und richtiger Behandlung vorausgesetzt) sehr liebevoll und besonders anhänglich sind. Aber Doggen haben zwei Seelen in ihrer Brust. Wir bezeichnen dies immer scherzhaft als "Dr. Jekyll und Mr. Hyde - Mentalität". Denn Doggen können auch anders...

Das sensible Wesen von Deutschen Doggen:

Doggen sind in erster Linie sehr sensibel und feinfühlig im Wesen. Dies bedeutet aber auch, dass Doggen sehr feine Unterschiede in der Stimmung der Familie, des Hundehalters wahrnehmen. Sie beobachten genau, bekommen alles mit und nutzen durchaus jede kleine Schwäche des Hundeführers aus. Sie wickeln uns um den kleinen Finger sozusagen - denn wer kann den Augen einer Dogge schon widerstehen? Deswegen brauchen Doggen einen geregelten Tagesablauf mit einer gewissen Ruhe und Gleichmäßigkeit. Immer eine souveräne, konsequente aber liebevolle Führung. Ansonsten kann es passieren, dass Doggen entweder ein Angstknäuel werden oder im Genteil sich zum Herrscher aufschwingen wollen. Beides ist bei Hunden, aber insbesondere so großen Hunden wie der Dogge, fatal.

Der Mut von Deutschen Doggen:

Egal wie sanft das Wesen Ihrer Dogge im Haus ist, wenn Sie nach draußen gehen kann der Hund ganz anders sein. Viele Doggen sind sehr territorial veranlagt und beziehen nicht nur das Haus und den Garten in ihr Territorium ein, sondern oft auch den Umkreis in dem sie sich mit Frauchen oder Herrchen im Augenblick aufhalten. Wurde der Hund während seiner Jugend nicht perfekt sozialisiert und erzogen, kann dies schnell "nach hinten los gehen". Dann werden herbeilaufende Artgenossen, als potenzielle Feinde, gnadenlos verjagt oder Schlimmeres. Wie bremsen Sie Ihr 60 - 90 Kg schweres "Paket" dann? Rein physikalisch gar nicht (außer Sie sind ein kräftig gebauter Mann, der wesentlich mehr als der Hund auf die Waage bringt). Sie sehen also, dass Sie mit einer Dogge noch ein wenig genauer arbeiten müssen, als Sie eigentlich annahmen...

Ängstliche Deutsche Doggen:

Leider ist es heutzutage so, dass die Deutsche Dogge nicht mehr der Apoll unter den Hunden ist. Das gehört der Vergangenheit an. Doggen sind oft eher unsichere, schreckhafte Hunde geworden, woraus bei manchen die Devise "Angriff ist die beste Verteidigung" erwachsen ist. Daher kann man nicht oft genug betonen, wie wichtig eine gute Sozialisierung auf Artgenossen, Menschen und andere Lebewesen ist. Auch viele Umweltreize braucht der junge Hund von Anfang an, damit er sich zu dem berühmten "sanften Riesen" entwickeln kann.

Das Gedächtnis von Deutschen Doggen:

Doggen sind nachtragend. Sie haben ein Gedächtnis, was mit dem Elefantengedächtnis fast vergleichbar ist. Das bedeutet, wenn Sie einmal mit der Dogge ungerecht waren, wird sich der Hund das merken und schmollt durchaus mal den halben Tag mit Ihnen. Anders z.B. der Schäferhund: dieser schüttelt sich mal kurz und dann ist er schon wieder bereit für sein Herrchen "durchs Feuer" zu gehen... Sind Sie in Ihrer Art und Ihrem Hundewissen schon bereit für eine solche Herausforderung, wie der Dogge?

Der Charme von Deutschen Doggen:

Doggen schaffen es immer wieder, dass man sie streichelt, obwohl man es gar nicht wollte... Diese Hunde sind einfach so groß, dass man sobald sie sich an einen "schmeißen", sofort mit dem Tätscheln beginnt. An sich ist das nicht schlimm, da Doggen ja sehr viel Liebe brauchen. Aber wenn man gerade bei einer Übung ist und der Hund gar kein Lob verdient hat, kann dies schnell zu Mißverständnissen führen. Beispielsituation: Ihre Dogge wird gerade unsicher, weil ein Fahradfahrer an Ihnen vorbei fährt. Der Hund hat eine Bürste und knurrt leicht. Die Dogge hatte sich aber zum Schutz an Sie gelehnt (was gut ist). Aber was machen Sie? Statt das Knurren zu schelten, streicheln Sie den Hund... Nun denkt die Dogge natürlich, dass ihr Knurren richtig war. Also: haben Sie sich immer schön unter Kontrolle und lassen Sie sich von Ihrer Dogge nicht zu Taten hinreißen, die Sie gar nicht durchführen wollten.

Doggen sind außen groß und im Wesen klein:

Doggen sind Schoßhündchen! Ja, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Doggen sitzen gern auf dem Schoß der geliebten Hundehalter. Einerseits wegen des Kuschelfaktors, andererseits auch durchaus mal bei Unsicherheit. Unsere Dogge Mausi als Beispiel sitzt immer beim Tierarztbesuch (im Wartezimmer) auf dem Schoß zu ihrer Beruhigung. Die anderen Leute finden das immer "zum schiessen" - wir haben uns dran gewöhnt.

Das Wesen von Deutschen Doggen mag kein Wasser:

Doggen sind wasserscheu. Wenn eine Dogge nicht bereits als Welpe, mit Spiel und Spaß verbunden, gelernt hat, dass Wasser toll ist, wird der Hund es später kaum noch lernen. Bei Regen spazieren gehen? Vergessen Sie´s! Natürlich müssen Sie die Dogge dazu überreden mit Ihnen doch wenigstens eine kleine Gassirunde zu drehen. Aber die allermeisten Doggen haben daran keinen Spaß. Das liegt wahrscheinlich unter anderem daran, dass Deutsche Doggen ein sehr kurzes, dünnes Fell ohne Unterwolle haben. Diese Hunde sind in null komma nix durchgeweicht. Auch frieren Doggen im Winter, wenn man mal für ein paar Minuten stehen bleibt. Also immer flott in Bewegung bleiben und kein Schwätzchen nebenbei führen.

Die Great Dane ist ein Langschläfer:

Doggen sind keine Frühaufsteher. Anders als bei vielen anderen Hunderassen, die man morgens um 7:00 Uhr für einem Spaziergang beigeistern kann, dreht sich die Dogge nochmal in ihrem Hundebettchen um. Sicherlich kann man es durchsetzen und auch mit einer Dogge am frühen Morgen spazieren gehen, aber Deutsche Doggen (Great Dane) lieben es nicht. Diese Hunde haben den Vormittag-Spaziergang viel lieber.

Zwei Wesen in einer Brust der Deutschen Dogge:

Doggen sind "Kamikaze-Typen" wenn es um etwas geht, das ihr Interesse geweckt hat. Denn trotz ihrer sonst manchmal zimperlichen Art springen sie durch Hecken, die mit Dornen versehen sind, wenn ihr Jagdeifer geweckt wurde. Auch scheuen Doggen sich nicht einen Igel in den Fang zu nehmen und mal kräftig zu zu beißen (trotz der Stacheln). Aber geht es darum einer Deutschen Dogge mit einem Waschlappen einen Schmutzfleck vom Fell zu wischen werden sie zur Mimose...

Doggen sind quasi 2 Personen in einer. Wer damit nicht umgehen kann und schnell nervös wird, wenn mal etwas auf Anhieb nicht klappt, der sollte sich auf keinen Fall eine Deutsche Dogge ins Haus holen. (Wobei man natürlich bei jeder Hunderasse geduldig sein muss, aber bei Doggen, wegen ihres Wesens, noch ein wenig mehr).

Die enge Bindung zu Deutschen Doggen, zur Great Dane:

Und eine Eigenschaft möchten wir als Abschluß noch anfügen: wenn Doggen eine seriöse, verständige Bezugsperson haben, binden sie sich viel enger und vor allem schneller an diesen Menschen, als wir es bei anderen Hunderassen erlebt haben. Ein inniges Verhältnis ohne Worte, auf einer Gefühlsebene, die es kaum zu beschreiben geht. Wenn Sie bereits einen Hund hatten, dieser bei Ihnen alt geworden ist und sie eine hundgerechte Beziehung zu ihm hatten und ihn liebten, dann wissen Sie in etwa was wir meinen. Nur haben Sie bei einer Dogge dieses vollendete Vertrauensverhältnis bereits viel früher... Und wahrscheinlich ist es das, was es ausmacht, eine Dogge zu sein und es den schönen Satz gibt "einmal Dogge - immer Dogge".

 

 

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