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Da Deutsche Doggen allein
schon von ihrer Größe den normalen "Rahmen sprengen"
sind die Haltungsbedingungen einer Dogge auch ein bißchen
individueller, als bei manch anderer Hunderasse.
Doggen sollten wegen
iheres Gewichtes (Belastung der Gelenke und Knochen!), ihres tiefen
Brustkorbes und ihren langen "Spaghettibeinen" keine Treppen
laufen müssen. Und wenn ja, dann nur selten und eine "doggengerechte"
Treppe. Solch eine Treppe sollte 1. nicht zu steil sein, 2. geschlossen
sein und 3. mit Stufenmatten bzw. Teppich belegt sein. Besser ist
es allemal, wenn man ebenerdig wohnt und evtl. nur 2-3 Stufen zum
Haus hoch hat. Daher bietet sich ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung
im Parterre zur Doggenhaltung an.
Die Wohnung bzw. das
Haus sollte für den langen Doggenkörper "passen".
Allein das Lager bzw. das Hundebett für Doggen nimmt eine Menge
Platz in der Wohnung ein. Auch bedeutet dies, dass die Flure und
Zimmer nicht zu eng sein dürfen. Doggen müssen sich darin
ungehindert drehen können (gerade wenn die Dogge schon älter
ist und die Wirbelsäule nicht mehr so beweglich wie bei einem
jungen Hund). Man muss bereits bei Anschaffung des Doggenwelpen
daran denken, dass dieser riesen Hund einmal alt und zerbrechlich
wird.
Daraus ergibt sich, dass
ein Garten (auch wenn dieser nur klein ist) immer ein ganz klarer
Vorteil ist. Wenn die Dogge noch ein Welpe ist, kann man diesen
immer mal schnell zwischendurch zum puschern in den Garten lassen.
Und wenn die Dogge alt ist und auch wieder öfter "raus"
muss, vielleicht inkontinent wird, ist der Garten eine schnelle
Lösung (in doppeldeutiger Bedeutung). Gerade Doggen, die im
Alter evtl. etwas wackelig auf den Beinen sind, können nicht
erst noch Treppen hinunter steigen, bevor sie sich endlich erleichtern
können.
Das Auto muss für
einen großen Hund, wie der Dogge, ebenfalls eine Nummer größer
ausfallen. Auch sollte der Laderaum nicht zu hoch im Einstieg sein.
Es empfiehlt sich der jungen Dogge bereits den Einstieg über
eine Rampe spielerisch beizubringen. Dann wird der Hund davor keine
Angst haben und sollte der Fall eintreten, dass die Dogge HD bekommt
oder eine Erkrankung der Wirbelsäule, kann man sie relativ
schmerzlos ins Auto ein- bzw. aussteigen lassen. Außerdem
ist jede schnelle Vorwärts-Runter-Bewegung ein zusätzliches
Risiko für eine Magendrehung, was sich mit der Rampe vermeiden
läßt.
Die Doggenhaltung kann
teuer sein... Und wir reden jetzt nicht von den Futterkosten, die
etwas höher ausfallen (sich allerdings bei Fütterung von
gutem Trockenfutter in Grenzen halten), auch nicht von den Steuern
oder der jährlichen Impfung der Dogge. Wir meinen die weitere
Versorgung, wie den Tierarztbesuch. Jedes Medikament (mit Ausnahme
der Impfung und Narkose) muss entsprechend des Gewichtes der Dogge
verabreicht werden. Wenn ihre Doggenhündin als Beispiel 60
Kg wiegt (soviel wiegt Dogge
Mausi) müssen Sie also 10 x soviel Tabletten
geben und bezahlen, als hätten Sie einen 6 Kg-Hund... Oder
anders ausgedrückt: kostet die Tablettengabe für einen
Hund der 6 Kg wiegt 5,- Euro, müssen Sie bei einer Dogge, die
60 Kg wiegt mit 50,- Euro rechnen. Und Deutsche Doggen werden krank,
auch bei doggengerechter Haltung. Man muss einer Dogge nur mal in
die Augen schauen und schon sieht man, dass da etwas nicht stimmt...
Durch die lange Belefzung hängen die meisten Doggenaugen herunter,
es enstehen Bindehautentzündungen oder Roll-Lieder, die operiert
werden müssen. Das nur mal als Beispiel. Also sollte das nötige
"Kleingeld" nicht fehlen...
Deutsche Doggen sind
keine Hunde, die draußen gehalten werden dürfen. Allein
ihr Fell verbietet es. Stellen Sie sich mal vor, Sie müßten
im Winter mit einem Sommerkleidchen einige Stunden im Garten sitzen...
Geht doch gar nicht. Außerdem ist das Gemüt von Doggen
dafür überhaupt nicht geeignet. Sie leiden sehr, wenn
Sie nicht mit ihren Menschen zusammenleben dürfen! Also jeder,
der einen imposanten, großen Wachhund auf seinem Grundstück
haben möchte, läßt lieber die Finger von Deutschen
Doggen. Wenn überhaupt, dann einen Herdenschutzhund. Diese
Hunde sind sehr eigenständig, eigenentscheidend und haben das
richtige Hundefell. Allerdings würden wir selbst einen solchen
Hund nicht ausschließlich draußen halten. Denn jeder
Hund hat soziale Bedürfnisse...
Doggen brauchen einen
warmen und weichen Schlafplatz. Da sie sehr schwer sind dürfen
Deutsche Doggen nicht hart liegen (und die meisten vermeiden es
auch von selbst und legen sich nur dort hin, wo zu allermindest
eine Decke liegt). Ein Doggenbett kann eine Matratze für einen
erwachsenen Menschen sein. Federkern oder elastischer Schaumstoff,
natürlich kann man auch im Tierzubehör-Geschäft ein
großes, weiches Hundebett kaufen. Wichtig ist, dass es gut
gepolstert ist. Das Hundebett sollte nicht leer hingestellt werden
(besonders wenn es eine handelsübliche Matratze ist). Vielmehr
gehören noch Kissen und Kuscheldecke darauf. "Kahle Atta"
mögen Doggen nicht. Doggen lieben es gemütlich. Als Tipp:
im Sommer nehmen wir für unsere Mausi kühlende Bettwäsche,
im Winter werden die Decken und Kissen mit Biber-Bettwäsche
bezogen. Der Vorteil mit der Bettwäsche ist auch der, dass
man diese als Kochwäsche heiß waschen kann.
Dann sollte man sich
vor der Haltung von Deutschen Doggen mit der Erkrankung einer Magendrehung
vertraut machen. Durch ihren tiefen Brustkorb sind diese Hunde besonders
gefährdet. Es ist eine lebensbedrohliche "Krankheit",
die innerhalb von 2 Stunden zum Tode der Dogge führt, wenn
sie nicht rechtzeitig erkannt und operiert wurde. Zur Vorbeugung
sollten der Fressnapf und das Wasser erhöht sein (es gibt spezielle
Gestelle im Zoohandel). Dringend zu beachten ist weiterhin, dass
Doggen nach dem Fressen einige Stunden ruhen (viele Doggenzüchter
raten ihren Kunden etwa 2 Stunden, was eindeutig zu wenig ist. Aber
sollten sie ihren Kunden sagen, dass der Hund erstmal 6 Stunden
ruhen muss - verkauft sich schlecht...). Außerdem sollten
wenigstens 2 Futterportionen gegeben werden (und nicht einmal am
Tag eine große Portion). Das schont die Bänder des Magens
und sie leiern nicht so leicht aus. Auch sollten sich Doggen nach
dem Freßchen im Liegen nicht rollen (wälzen). Auch hierbei
kommt es leichter zu einer Magendrehung. Informieren Sie sich ausreichend
über diese Thematik bevor Sie einen großen Hund ins Haus
holen - egal ob Dogge oder Dobermann. Das war ein grober Abriss
der Haltungsbedingungen für Deutsche Doggen.
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