|
Doggenschicksale
Dogge
Lisa
Doggenwelpen
Dogge
Dunja
Dogge
Rufus
Dogge
Diego
Dogge
Rosalie
|
| |
Dies ist die traurige
Geschichte von dem jungen Doggenrüden Rufus, von dem erst angenommen
wurde er wäre ca. 1 1/2 Jahre alt. Tatsächlich muss er
erst ein knappes Jahr alt gewesen sein, als seine Besitzer ihn ausgesetzt
haben bzw. er von selbst seinen Drangsalierern entflohen ist. Der
Doggenrüde wurde auf der Straße aufgegriffen, daher weiß
man nicht, welche der beiden Möglichkeiten zutrifft. Wir haben
den jungen Doggenrüden Rufus nur kurz kenengelernt. Aber die
kurze Zeit, die wir mit ihm verbrachten zeigten einmal mehr, wie
dankbar diese armen, gequälten Hunde sind, wenn sie merken,
dass man es gut mit ihnen meint. Wir haben einige Bilder mit Pfeilen
versehen, um zu zeigen, wo überall Schäden am Körper
waren.
|
|
 |
| |
Nachfolgend drucken wir
den Bericht ab, den wir seiner Zeit über den Doggenrüden
Rufus verfaßt haben.:
Bericht über Rufus, dem "Findelkind":
Anfang Dezember 2002
meldete sich ein Mann bei Frau G. von der Doggen-Nothilfe und wollte
einen jungen Doggenrüden haben. Beiläufig erzählte
er ihr von einen ca. 1,5 Jahre alten Rüden in einem Tierheim
in Mecklenburg Vorpommern, unweit von unserem Wohnort. Diesen hätte
er sich angesehen, aber eigentlich würde er ihn nicht haben
wollen, da er in einem so schlechten Zustand sei... Ich rief diesen
Interessenten an und bekam heraus, in welchem Tierheim der Doggenrüde
"saß". Ich nahm telefonisch Kontakt auf und bekundete
mein Interesse an diesem Junghund. Der Tierheimleiter sagte mir
sogleich, dass Rufus schon einer gewissen anderen Familie versprochen
sei. So kamen wir nicht weiter. Also fuhren mein Lebensgefährte
und ich am nächsten Tag dort hin und machten "reinen Tisch".
Wir sagten ihm, dass wir von der Doggen-Nothilfe sind und dass sich
sein Interessent bei uns und einer weiteren Nothilfe-Organisation
um eine Dogge bemühte, so dass er sich nicht auf diese Familie
verlassen könne. Dann erzählten wir dem Tierheimleiter,
Herrn B., noch von den widersprüchlichen Aussagen des gewissen
Herrn (beim Tierheim gab er z.B. an, dass Rufus nicht allein bleiben
müsse - uns gegenüber sagte er, er müsse ca. 5 Std.
täglich allein bleiben und zwar dann im Garten...). Außerdem
sagten wir ihm, dass Rufus sich mit Sicherheit viel schneller regenerieren
würde, wenn er in einer Pflegefamilie, statt in dem kalten
Stall untergebracht wäre...
|
|
 |
| |
Das sah er auch ein.
Wir hatten auch einen sehr positiven, bemühten Eindruck von
Herrn B., jedoch fehlen dem kleinen Tierheim die Mittel und Möglichkeiten.
Während unseres Gespräches hatten wir mit Dogge Rufus
schon ersten Kontakt aufgenommen. Und er sah wirklich schlimm aus:
abgemagert, schuppiges, schmutziges Fell, doppelter Rutenbruch,
einige offene Stellen an der Rute und den Füßen/Beinen
und dann sein eigenartiger Gang (die Ellenbogen nach außen
gedreht, die Hinterbeine weit gespreizt und ebenfalls nach außen
gedreht). Herr B. sagte uns, dass das ja schon toll sei, denn die
ersten 2 Tage konnte er gar nicht aufstehen... (Der Doggenrüde
war seit 14 Tagen im Tierheim - er war auf der Straße aufgegriffen
worden). Auch hatte Herr B. den Eindruck, dass Rufus in der Vergangenheit
geprügelt worden sei, da er sich die ersten paar Tage, wenn
er nur die Leine sah, zu Boden schmiss! Bei all dem was ich hörte
und sah kam sofort mein Beschützer-Instinkt hoch, und wenn
ich mir einen Hund hätte aussuchen wollen, so hätte ich
diesen gewählt (gerade weil er so schlecht aussah!!!)
Aber das steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Rufus war sofort
wieder nur lieb! Wir durften den Doggenrüden mitnehmen. Als
wir in die Nähe unseres Autos kamen setzte er zum Rückwärtsgang
an. Locken und gut zureden half alles nichts, also schnappte sich
Herr B. mit den Worten " das wird nichts" Rufus, und schleppte
ihn ins Auto. Dort blieb er so liegen, unter dem Motto "wenn
ich mich nicht bewege, sieht mich auch keiner"... Rufus ist
nun in einer Pflegefamilie, wo er es nach seiner Odyssee endlich
warm und kuschelig hat und jede Menge Streicheleinheiten bekommt
(von den großen und den kleinen Mitbewohnern - denn es zeigte
sich, dass er ein großer Kinderfreund ist!). So ängstlich
wie er in manchen Situationen reagiert oder reagierte (wenn er sich
z.B. zu Boden schmiss um nicht ins Auto einsteigen zu müssen),
so aufgeschlossen und neugierig ist er andererseits (so dass er
seine Ängste Stück für Stück verliert und heute
bereits freiwillig ins Auto steigt), dass man manchmal meint einen
"normalen" Junghund vor sich zu haben. Rufus lernt in
einem rasanten Tempo, dass es eine helle Freude ist. Auch sein watschelnder
Entengang hat sich schon verbessert. Ich bin so froh, dass Herr
B. vom Tierheim die richtige Entscheidung getroffen hat, denn solche
Fortschritte wären dort nicht möglich gewesen! Vielen
Dank nochmals an dieser Stelle an Herrn B.!
Ende des Berichts
|
|
 |
| |
Wie kann so etwas geschehen,
wie ist es möglich, dass sich jemand einen so edlen Hund, wie
die Deutsche Dogge, anschafft, und diesen dann dermaßen vernachlässigt,
mißhandelt und aussetzt? Nun, wir spekulieren, dass es wieder
einmal so war, dass der Vorbesitzer einen großen Wachhund
zu Profilierungszwecken "brauchte". Dieser Doggenwelpe
wurde von klein an am Fahrrad trainiert, damit er schön kräftig
wird. Da dies jedoch sehr schädlich für eine junge Dogge
ist, diese Tatsache dem Besitzer aber nicht bekannt war, verkrüppelte
der Doggenrüde zusehends. Der Hund wurde immer unattraktiver
und als Vorzeigeobjekt ungeeignet. Also hat man die Dogge nur noch
als lästig empfunden. Zudem kam die Pubertät des Doggenrüden,
und wie so oft, entledigte man sich des nun unliebsamen Hundes,
nachdem man mit prügeln und treten nicht weiter kam... Es ist
eine Geschichte, die für viele andere junge Doggenrüden
steht. Wir hassen diese miesen Typen und sind froh, dass es für
Rufus noch ein Happy End gab.
|
|
|
|