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Doggenwelpen Jacob und Merlin

 

 

Dass Doggenwelpen auch nicht davor geschützt sind unter katastrophalen Bedingungen geboren zu werden und ihre ersten Lebenswochen in Hunger und Kälte zu verbringen, beweist nachfolgender Bericht. Zwei mickrige, kleine Doggenrüden, die für ihr Alter viel zu klein waren und die nur durch Zufall in die Obhut der Doggen-Nothilfe kamen, denn eigentlich ging es um eine Doggenhündin, die die Mutter der Welpen war. Wie kommen Leute nur auf die blödsinnige Idee Doggen mit Kartoffelschalen zu füttern? Wieso lassen sie die Doggenhündin, für die auch schon kein Geld da ist, Welpen bekommen, die dann ebenfalls nichts richtiges zu Fressen bekommen? Unbegreiflich ist uns das und wir denken, dass es nur aus einem bestimmten Grunde geschieht: der Versuch mit Doggenwelpen Geld zu machen...

 

 

Nachfolgend drucken wir den Bericht ab, den wir seiner Zeit über die Doggenwelpen Jacob und Merlin verfaßt haben.:

Bericht über den Freikauf der Doggen Jacob und Merlin:

Anfang November 2001 wurde eine Doggenhündin sehr preiswert in einem Anzeigenblatt angeboten. Wir riefen dort an mußten jedoch leider feststellen, daß die Hündin schon verkauft war. Wir waren frustriert, aber bei dem geringen Preis haben es wohl auch andere Leute eilig gehabt... Neben der Hündin wurden auch Doggenwelpen angeboten. Ich sprach mit Frau G. über die Angelegenheit und sie sagte, daß wir die Umstände auf jeden Fall überprüfen sollten. Wir fanden ein völlig heruntergekommenes Haus vor. Im Hausflur lag Unrat herum, so daß wir nicht wußten, wo wir treten sollten. Durch eine Hintertür gelangten wir auf den sogenannten Hof. Es war ein sehr kleiner "Hof" in dem auch allerlei Müll herumlag (z.B. leere Farbeimer etc.). Dann war ein kleines Stück extra eingezäunt. Dort waren zwei Doggenwelpen mit ihrem Vater eingesperrt (Ca. 15 qm mit einer Hütte, wo sich der Vater nur etwas gebückt hinstellen konnte). Nun war es ja schon November und ziemlich kalt und trotzdem hatte man nicht mal mit den Welpen erbarmen. Sie mußten sich mit dem Doggenrüden die kleine Hütte teilen. Tja, und wenn der mal seine Ruhe haben wollte... was dann??? Wieder waren die Welpen ihres Alters entsprechend viel zu klein und zu dünn. Sie waren total verdreckt, verwurmt und verfloht. Der eine (Merlin) hatte jetzt schon, in diesem zarten Alter, einen vermutlich gebrochenen Zeh. Es war klar, daß wir die kleinen dort herausholen mußten!

 

Der Doggenwelpe Jacob immer auf der Suche nach Futter

Doggenwelpe Jacob immer hungrig auf der Suche nach Futter


 

Jedoch tat uns auch der erwachsene Doggenrüde leid. Und als wir nach ihm fragten hieß es, daß der Besitzer ihn unbedingt behalten will und daß der Rüde ja so böse und wild sei. Gut, er hatte uns angebellt, aber wirklich aggressives Verhalten war nicht zu erkennen. Als ich an den Zaun heranging (er hatte am Zaun "Männchen gemacht"), ruhig mit ihm sprach, konnte ich ihn sogar streicheln! Um nun ihr Gesagtes nicht in Frage stellen zu wollen entschuldigte sich die Besitzerin damit, daß es ja mehr ein Frauenhund sei... Wir gingen Geld holen und als wir wieder kamen freute sich der Doggenrüde sogar über uns... Der Hund bellte nicht mehr - keine Spur von der Bösartigkeit oder Wildheit (auch nicht gegenüber meinem Lebensgefährten). Das tat uns in der Seele weh, wir hätten ihn so gern auch befreit! Aber der Besitzer, der inzwischen auch anwesend war, wollte ihn nicht rausrücken (wahrscheinlich brauchte er die große Dogge für seine "Männlichkeit"). Wir nahmen also nur die Doggenwelpen mit und gingen mit einem lachenden und einem weinenden Auge...

Ende des Berichts

 

Auch Doggenwelpen können bei schlechter Haltung schon Liegeschwielen bekommen

Liegeschwielen bei einem etwa 7-8 Wochen alten Doggenwelpen


 

Wieder einmal stellten wir uns die Frage: warum halten sich Leute einen so individuellen Hund, wie die Deutsche Dogge, und bietet diesen Hunden rein gar nichts. Und warum werden in den widrigsten Verhältnissen Doggenwelpen geboren. Die Leute müssen die Hunde doch hassen - so kommt es uns jedenfalls vor... Oder merken diese Personen nicht, dass die Doggen leiden? Warum erkennen sie nicht den Unterschied, wenn eine völlig fremde Person (ich) sofort Zugang zu dem angeblich so aggressiven Hund findet, indem sie leise und nett mit ihm spricht? Wieso gibt es noch immer die altertümliche "Weisheit", dass eine Hündin einmal im Leben Welpen haben sollte? Das ist inzwischen sowas von überholt. Oder produzieren Privatleute diese Doggenwelpen absichtlich, um die jungen Hunde gewinnbringend zu verkaufen? Es ist eine Schande, was alles mit den zarten Doggen gemacht wird. Und wir hoffen jeder, der Doggen (oder generell Hunde) so abscheulich hält und mißhandelt bekommt eines Tages seine gerechte Strafe dafür... Beide Doggenwelpen haben sich erholt und waren, nachdem sie bei uns die ersten Tage verbracht hatten, einige Zeit in einer super Pflegestelle. Der kleinere Doggenwelpe Merlin hat sich als richtiger Draufgänger entpuppt und hat eine Familie gefunden. Mein Liebling Jacob allerdings hat zwar auch ein schönes zu Hause gefunden, ist aber an Epilepsie erkrankt, die nicht in den Griff zu bekommen war...

 

 

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